Ein Ausschnitt aus dem lesenswerten Spiegelartikel vom 22.2.2011 über Intuitions-Forschung von Nora Schultz:
...Unbewusste Denkprozesse, so die Meinung Dijksterhuis, blühen erst dann auf, wenn man sich gezielt von einem Problem abwendet oder einfach mal "drüber schläft". Jetzt verkündet er im "Journal of Experimental Social Psychology", endlich die optimale Strategie für den Einsatz bewusster und unbewusster Gedanken gefunden zu haben.
Studenten, die unter zwölf Wohnungen mit jeweils zwölf unterschiedlich guten Merkmalen die beste Wahl treffen sollten, hatten den größten Erfolg, wenn sie zunächst einige Minuten scharf über die Auswahl nachdachten und sich danach mit Anagrammrätseln ablenkten, um den "unbewussten Denkprozessen" auch noch eine Chance zu geben. Erst danach sollten sie sich entscheiden. In knapp zwei Drittel der Fälle wählten die Probanden auf diese Weise ein Top-Appartment aus...
Noch ein interessantes Forschungsergebnis wird in dem Artikel beschrieben: Zeitstress, bei einer Entscheidung wird reduziert, wenn die Probanten des Experiments an den Wert und die Qualität schneller und intuitiver Entscheidungen nach dem Bauchgefühl glauben.
Es ist so banal wie richtig: Zeit ist Geld. Ein Unternehmen ist umso besser aufgestellt, je produktiver die Mitarbeiter sind. So misst sich erfolgreiche Organisations-, und Personalentwicklung an nachhaltiger Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und Führungskräfte - denn qualifizierte, motivierte und zur Zusammenarbeit fähige Mitarbeiter leisten mehr in der Arbeitszeit, mehren den Profit.
Ein Entwicklungsziel: Selbst- und Zeitmanagement
Wer sich und andere besser "führt" reduziert Ineffektivität, "Zeitdiebe" und den "Sand im Getriebe" der Abläufe. Doch moderne Selbstmanagementkonzepte haben nicht nur die berufliche Leistungsfähigkeit im Fokus - auch die privaten und gesellschaftlichen Beziehungen, die Gesundheit, der Lebenssinn, ja sogar die Entspannungszeiten sollen "mitgemanagt" werden. Das sind hohe Anforderungen nicht nur für die praktische Tages-, Wochen-, Jahresplanung. Kein Wunder, wenn immer häufiger der "innere Schweinehund" vom Müsiggang träumt - bevor er gleich wieder auf Trab gebracht wird.
Vielleicht kein Wunder, dass so häufig die Ge-lassen-heit auf der Strecke bleibt. Wer hat am Arbeitsplatz heute noch das Gefühl, alle Zeit der Welt zu haben? Zeit wird immer mehr als knappe Ressource empfunden, die deshalb sinnvoll (ver)plant werden muss.
Der der renommierte Zeitforscher Prof. Karlheinz A. Geißler stellt in dem kleinen Buch Lob der Pause interessante Fragen:
Welche Qualität haben die Langsamkeit, die Wiederholung, das Warten und die Pause?
Offensichtlich tragen diese Zeitqualitäten wenig dazu bei Geld zu verdienen. Und doch belegt Karlheinz A. Geißler, dass diese vom "Aussterben" bedrohten Formen der Zeit, notwendig sind, um dem Leben Rhythmus und Struktur zu geben. Er plädiert differenziert nicht für eine Entschleunigung, sondern für eine Enthektigung. Er plädiert intelligent für ein produktives Nebeneinander von Langsamkeit und Schnelligkeit, von Tätigkeit und Pause, von Mobilität und Sesshaftigkeit. Er plädiert für eine menschliche Zeitkultur - denn vieles was unser Leben kostbar macht ist nicht geldwert.
Jetzt gleich Lust auf 5 Minuten Pause?
Dann gönnen Sie sich - passend zum Thema - das Vergnügen mit dem WDR Sinfonieorchester und den Wise Guys mit "Quäl dich fit".
Das Buch "Connected - Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist" von Nicholas A. Christakis und James H. Fowler bringt zum Nachdenken. Die Autoren gehen über die zwischenzeitlich bekannte These hinaus, dass jeder Mensch statistisch über nur 6 Kontaktpersonen mit jedem Mensch auf der Welt vernetzt ist.
Ihr Umgang hat Einfluss, mehr als man denkt.
Interessant vor allem ist, dass die Wirksamkeit von Netzwerkbeziehungen nach der dritten Ebene kaum mehr vorhanden ist. Also konkret: Was der oder die Bekannte des Bekannten des Freundes macht, hat (fast) keinen Einfluss mehr auf das eigene Leben.
Dagegen lässt sich durchaus belegen, dass z. B. Stress im Bekanntenkreis oder im direkten Geschäftsumfeld große Auswirkungen auf das eigene Befinden hat. Also hängt die persönliche Work-Life-Balance noch von den Bekannten der Bekannten ab. Mehr darüber in der Rezension der FAZ.
brauchen meist selbst einen! Diese, zugegeben etwas provokative These, erscheint plausibel, wenn man die Belastungsintensitäten verschiedener Berufsgruppen betrachtet. Gerade Trainer und Berater fühlen sich zunehmend sehr stark belastet. Burn-Out-Symptome sind bei Trainern ähnlich häufig wie bei Medizinern. Grundsätzlich gelten alle Berater- und Helferberufe als besonders stressauslösend.
Was genau löst den Stress aus?
Während Veranstaltungen ist eine hohe Präsenz gefordert - besonders dann, wenn Seminare und Workshops alleine durchgeführt werden.
Der Erwartungs- und Leistungsddruck steigt parallel zu den Einsparungen der Unternehmen im Trainings- und Beratungsbereich. Wer keine überdurchschnittlichen Leistungen "bringt" und sichtbare Ergebnisse erzielt, ist heutzutage schnell "weg vom Fenster".
Häufig fremde Umgebung, soziale Bindungen sind auf das Wochenende beschränkt.
Das Gelingen eines Workshops liegt nicht nur im eigenen Einflussbereich. Die Interaktionen der Gruppe sind nur begrenzt zu steuern. Gruppenprozesse haben immer eine unberechenbare Komponente
Es zeigt sich: Work-Life-Balance ist auch für Spezialisten dieses Themas leichter lehr- als lebbar. "Wasser predigen und Wein trinken" - dahinter steckt meist weniger bewusste Täuschungsabsicht als Überforderung. Ein ehrlicher Umgang mit eigenen Belastungsgrenzen hat sicherlich auch etwas Gutes: Es hält Trainer und Berater auf dem Boden, sorgt dafür nicht als überheblicher Besserwisser aufzutreten. Und häufig, kann nur der (schon einmal) selbst Betroffene genau die Impulse geben, die es anderen möglich machen, dass aus wohlklingender Theorie Praxis werden kann.
So eignet sich Erfolg in Balance als Ziel - nicht aber als bequemes Ruhekissen. Das Leben sorgt schon dafür, dass wir nicht allzu lange weich gepolstert auf dem Erreichten ausruhen können. Und wer etwas bewegen will, fühlt sich im Liegen sowieso nicht allzu lange wohl...
Das Buch, Gute Geschäfte - Humane Marktwirtschaft als Ausweg aus der Krise vom ehemaligen Report Journalisten Franz Alt und dem Soziologen Peter Spiegel öffnet neue Sichtweisen. In einem Interview hat Peter Spiegel einmal gesagt „Wenn jemand sagt, es geht nicht, dann wird es erst interessant." - dieses Buch zeigt Beispiele dafür, dass in der Welt der Ökonomie andere Ansätze möglich sind. Durchaus streitbar werden Positionen gegen die Gier und die Macht der Konzerne und gegen die Globalisierung eingenommen. Auf der anderen Seite wird der Dialog angeboten. An Beispielen wird gezeigt, wie es möglich wird Konzerne beim Paradigmenwechsel für eine gerechtere Welt einzubinden und wie Globalisierung auch Chancen bietet.
Fazit: Wir brauchen realistische Konzepte für eine humanere Geschäftswelt und Alternativen zum "Raubtierkapitalismus". Hier gibt das Buch wertvolle Impulse. Damit dieses gelingen kann, braucht es ein realistisches Menschenbild. Denn Menschen sind nicht nur soziale "Gutmenschen" und am Gemeinwohl interessiert, sondern auch egozentrische "Raubritter", die den eigenen Vorteil suchen. Nur wenn es gelingt, alle Facetten des Menschen und der Gesellschaft wahrzunehmen und auszugleichen, kann es mehr "Erfolg-in-Balance" geben. Das "Spiel" kann nur gewonnen werden von den "Spielern" (mit allen ihren Stärken und Schwächen!), die spielen. Aber ein guter Spielführer und strategisch denkender Coach kann jede Manschaft zur bestmöglichen Leistung motivieren.
Das Thema: Wie können mit dem 7-Felder-Prinzip die unterschiedlichsten Anforderungen eines selbständigen Buchhändlers in Balance gebracht werden? Wie kann die Konzentration auf die eigenen Stärken dazu beitragen, Stress zu reduzieren und ein unverwechselbares Profil zu entwickeln. Wie gelingt es sich ohne sich mittel- und langfristig zu erschöpfen, sich in einem hart umkämpften Markt zu behaupten?
Dieses Workshopformat eignet sich für viele Kleinunternehmen und Selbständige bis zu 20 Mitarbeitern - vielleicht auch für Sie und Ihr Unternehmen. Haben Sie Interesse an mehr Informationen? Dann freuen wir uns von Ihnen zu hören. Gerne schicken wir Ihnen weitere Informationen.
Der amerikanische Sprachforscher Max Freedom Long (ab den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts) und später Serge Kahili King (ab den 70ern) beschäftigten sich intensiv mit der Naturreligion der hawaiischen Ureinwohner. Die daraus entstandene Lehre des „Huna" ist ein „Kunstprodukt", eine Interpretation und spiegelt nicht authentisch die Riten und Lebenseinstellung der Polynesier und Haiwaianer wieder. Auch wenn Huna in der New Age Szene manche seltsame Blüten treibt, sind die 7 „magischen" Prinzipien des Huna beachtenswert und haben durchaus Berührungspunkte zu einer praktischen und modernen Weltsicht - und damit Platz in Unternehmen.
1. Ike - Die Welt ist so, wie du sie siehst. Das entspricht dem Stand der Forschung: Wir machen uns unser eigenes Bild der Welt, Objektivität gibt es nicht.
2. Kala - Es gibt keine Grenzen. In vielen Dingen beschränken wir uns. Wir trauen uns nicht unsere Ressourcen zu nutzen. Meist singen wir in der eigenen Dusche besser als vor dem Publikum. Das bringt die Antrittsrede Nelson Mandelas in der er Marianne Williamson zitiert auf den Punkt: Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind. Unsere tiefste Angst ist, dass wir grenzenlos machtvoll sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt. Wir fragen uns, wer bin ich denn, um brilliant, wunderschön, talentiert und fantastisch zu sein? Eigentlich, wer bist du, um dies nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes! Dein dich selbst Kleinmachen dient der Welt nicht! Da ist nichts Erleuchtendes am Schrumpfen, so dass andere sich nicht unsicher fühlen in deiner Gegenwart. Wir sind geboren um die Herrlichkeit Gottes in uns zu manifestieren. Diese ist nicht nur in einigen von uns; sie ist in jedem. Dadurch, dass wir unser Licht scheinen lassen, geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis das Gleiche zu tun. Dadurch, dass wir uns befreien von unserer eigenen Angst, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.
3. Makia - Energie folgt der Aufmerksamkeit. Das hat jeder schon selbst erlebt. Nur das, was wir wirklich konzentriert tun, was uns wirklich wichtig ist, wo wir mit Kopf, Herz und Bauch dabei sind, gelingt uns besonders gut.
4. Manawa - Jetzt ist der Augenblick der Macht. Völlig einleuchtend. Aus der Vergangenheit können wir vielleicht lernen, aber sie nicht mehr verändern. Die Zukunft können wir uns vorstellen, das kann uns helfen Ziele zu verfolgen. Aber handeln, etwas verändern, können wir nur jetzt. Die Konzentration auf den Augenblick befreit uns dazu vor dem Grübeln und der Lähmung etwas anzupacken. "Lebe im Augenblick und nicht in Gedanken"
5. Aloha - Lieben heißt, glücklich sein. Dafür braucht es wohl keine Beispiele. Und wer noch nicht glücklich genug ist, sollte beachten: Es heißt nicht: „Geliebt werden, heißt glücklich sein." Lieben heißt aktiv werden, lieben ist ein Tunwort!
6. Mana - Alle Macht kommt von innen. Nur das, was in unserem Einflussbereich liegt können wir ändern! Nicht den Regen können wir verhindern, nur unsere Einstellung dazu. Wir entscheiden, ob wir Regen hassen, genießen oder einfach unsere Regenjacke anziehen. Wer sein Leben gestalten will, muss Verantwortung für sein Denken, Fühlen und Handeln übernehmen. Dazu Epiktet: Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren, beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber.
7. Pono - Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit. Nicht die Theorie zählt, sondern die Praxis. Jeder kennt das Wort: „Wer heilt, hat Recht" und wer mit unkonventionellen Methoden Erfolg hat, kann die Kritik der „Experten" entspannt anhören. Ich kann überzeugend auftreten, ohne auf die Grammatik achten zu müssen, ich kann telefonieren - ohne zu wissen, wie die Telekommunikation funktioniert. Das vereinfacht das Leben und entspannt.
Können Sie sich vorstellen, dass ein Leben nach diesen Prinzipien Dinge verbessert? Für Sie persönlich, aber auch das von Kollegen und so letztendlich dem Unternehmen? Können Sie sich vorstellen, dass so eine Einstellung beiträgt die Stärken zu nutzen und sich mit den eigenen Schwächen auszusöhnen - also beiträgt, die eigenen Ressourcen wertzuschätzen und zu entwickeln?
Ein Zitat aus einem interessanten Artikel aus der FAZ . Hier äußert sich Professor Fredmund Malik, Verwaltungsratspräsident des Management Zentrums St. Gallen, zur Finanzkrise und den aktuellen Zustand der Wirtschaft. Er plädiert für eine "Kopernikikanische Wende" im Wirtschaftsdenken - hin zur elementarer Menschlichkeit statt reiner Geldorientierung. Und seine Klienten sind damit auch wirtschaftlich erfolgreich.