...und schon gibt es ein wenig mehr Balance im (Arbeits)leben. Kundeorientierung, Dienstleistungsmentalität, Freundlichkeit, Mitgefühl - das ist alles wichtig. Aber es gibt einfach Situationen und Menschen, bei denen es "Schluss mit Lustig ist". Wer nicht Nein sagen kann, wer es jedem Recht machen möchte, verliert letztlich seine Integrität und auf die Dauer die Selbstachtung. "Einem bösen Hund gibt man ein Brot" sagt der Volksmund. Das ist nur angebracht, wenn mann/frau sich nicht wehren kann (Dann ist es vernünftiger Selbstschutz), oder wenn einem böse Hunde völiig egal sind und Brot im Überfluss vorhanden ist. In anderen Fällen ist es durchaus angebracht entschlossen zu handeln - und die meisten bösen Hunde verziehen sich wieder hinter den Zaun - und respektieren beim nächsten Mal die Grenze.
Mut zum klaren Standpunkt, ja auch zum Konflikt kann durchaus manche unangenehme Situationen entschärfen und "Feigheit" vor Auseinandersetzung ist noch lange kein Zeichen von Menschenfreundlichkeit.
Versuchen Sie es nicht, allen Recht zu machen - es geht nicht. Zum Schluss dazu einen Bismarck:
"Ein bißchen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt."
Ein Viertel unseres Lebens arbeiten wir beruflich - wenn wir zu den Glücklichen gehören, die immer einen Arbeitsplatz haben. Doch zunehmend klagen wir über höhere Belastung - diese liegt weniger in der reinen Arbeitszeit, sondern in der empfundenen Komplexität der Aufgaben und in einer erhöhten Schlagzahl. Stressbedingte Berufsausfälle und Beeinträchtigung der Gesundheit und des Wohlergehens steigen drastisch - und nicht nur bei besonders geforderten und engagierten Führungskräften.
Work-Life-Balance ist zwar in aller Munde, doch scheitern viele Ansätze in der Praxis. Denn mehr Gleichgewicht kann nur dann gelingen, wenn sich persönliche und organisationale Werte und Orientierungen verändern. Nicht nur einzelne Menschen, sondern auch Teams, Abteilung, Unternehmen, Organisationen, ja die gesamte Wirtschaft können am Ungleichgewicht "erkranken" - dabei ist Balance das Überlebens- und Erfolgsprinzip der Natur.
In diesem ca. 1-stündigen Impulsvortrag mit anschließender Diskussion werden neue und bewährte Methoden vorgestellt. Denn Balance braucht praktische Impulse, braucht Übung, braucht Mut zur Veränderung, Mut zur Entscheidung, Mut zum Handeln. Deshalb steht Balance weder für weltfremdes "Wir-haben-uns-alle-Lieb-Denken" noch für eine "Ellenbogenmentalität-ohne-Rücksicht-auf Verluste", die nur kurzfristige Erfolge möglich macht.
Lebenssinn und Leistungsorientierung, gute Geschäfte und Menschlichkeit müssen keine Gegensätze sein.
Und vergessen Sie niemals: Der Weg zu mehr Balance darf nicht zum fundamentalistisch vetretenen Heilsweg verkommen. Es geht immer nur um Annäherung niemals um absolute Wahrheit (Ein abschreckendes Beispiel, gar nicht so alt) Aus dem Gleichgewicht zu kommen heißt zu leben. Es geht darum Abstürze zu vermeiden - aber die Garantie kann dafür niemand geben. Leben bleibt gefährlich, die Fähigkeit immer wieder in Balance zu kommen aber kann trainiert werden. Und auch das darf zum Schluss gesagt sein - Balancieren macht Spaß, auf dünnen Seil Herausforderungen zu meistern auch.
Dazu habe ich kürzlich im Frischfisch-Blog einen Beitrag geschrieben.
Fazit: Es gibt Möglichkeiten, nicht im angespülten Datenmüll oder dem finalen Datentsunamis unterzugehen. Es ist nicht nötig, für seine Balance weit weg vom Datenmeer aufs immer kleinere Internetfreie Land zu ziehen...
Und wer noch richtige Argumente (das ist nicht ironisch gemeint!) sucht, um über die Gefahr des Internets mit zu diskutieren, sollte sich dieses Interview mit dem US-Soziologen Sennett auf Spiegel-Online nicht entgehen lassen.
Zunächst für uns das Wichtigste. So eine Veranstaltung wie der Vision-Summit Berlin 09 in der freien Universität Berlin macht Mut. Macht Mut, dass es so viele Menschen gibt, die wie wir denken, dass eine menschlichere (Wirtschafts)Welt möglich ist und daran praktisch arbeiten. Dass "Arbeit nicht als eine leichte Krankheit empfunden werden muss" (Zitat Prof. Bergmann), dass "die Bretter vor dem Kopf die Welt bedeuten" (Zitat Prof. Faltin), dass unser Ziel sein muss "unsere Welt unserer nachfolgenden Generation besser zu hinterlassen, als wir sie übernommen haben" (Friedensnobelpreisträger Prof. Yunus), dass "die Bildung des 21. Jahrhunderts anders aussehen kann, als mit Lehrern des 20. Jahrhunderts und mit Methoden des 19. Jahrhunderts zu unterrichten"(Zitat Otto Herz).
Ganz besonders Mut machte mir persönlich die Äußerung Prof. Bergmanns, dass nicht wenige (Wirtschafts)politiker nach dem 3ten Martini ihren eigenen Reden nicht mehr glauben und nach dem 4ten "geistreiche Gespräche" möglich sind. Vielleicht sind wir dann gar nicht mehr so weit davon entfernt, dass künftig mehr Bewegung, Geist (in aller Nüchternheit), Sinn und Werte unsere Lebens- und Arbeitssituation prägen? weiterlesen »
Egal für was für ein Angebot Sie sich entscheiden. Das 7-Felder-Prinzip führt in 7 klaren Schritten zu Erfolg in Balance.
Komplexe Zusammenhänge so zu vereinfachen, dass Handlungsfähigkeit (zurück)gewohnen wird ist ein zentrales Thema des 7-Felder-Prinzips.
Folgende 7 Schritte sind dazu notwendig:
- Mut zum Hinschauen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.
- Ist- und Soll-Analyse (Erkennen, Clustern, Gewichten, Bewerten)
- Veränderung wollen oder sich bewusst gegen manche Veränderung entscheiden zugunsten anderer höher priorisierter Veränderungen)
- Lösungen finden, Handlungsfelder und Maßnahmen auswählen
- zielgerichtet Handeln und Verändern. Dabei auch „zielgerichtetes" Chaos zulassen.
- Veränderungen wahrnehmen, überprüfen und verbessern.
- Auf der erreichten Entwicklungsstufe den Prozess wieder neu bei 1 beginnen
Die Vorstellung vor systemischen Coaches erfuhr am Samstagmittag sehr positive Resonanz.
Auf besonderes Interesse stieß dabei die Verwendung der 7-Felder-Scheibe als Systembrett - die Wirkung von Balance in systemischen Zusammenhängen wird so 3-dimensional anschaulich.