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EinsichT Prozess Nachtrag

Im letzten Artikel habe ich das EinsichT-Seminar von Dirk Rauh empfohlen. Aufgrund von Nachfragen möchte ich den EinsichT-Prozess noch etwas näher erklären. Im EinsichT-Prozess übernehmen wir die volle Verantwortung dafür, was wir aus einer Situation machen.

Was heißt Ärger im EinsichT Prozess

Wenn wir uns ärgern, dann stehen wir zu unserem Ärger und machen nicht einfach gute Mine zum bösen Spiel.

Wir sehen die Situation oder den anderen einfach als berechtigten Impuls Gefühle zu haben oder in der EinsichT-Prozess Sprache ausgedrückt "uns Gefühle zu machen" - gute oder schlechte. Aber wir sagen nicht, die Situation oder der andere ist zwingend verantwortlich für unseren Ärger.

Dabei sind wir ganz nah bei der alten griechischen Philosophie der Stoa:

Der Stoiker Epiktet sagte beispielsweise:

"Der Mensch muss unterscheiden lernen zwischen Dingen, die ganz in seiner Macht stehen, weil sie mit eigener Betätigung oder Unterlassung verbunden sind, z.B. Vorstellungen, Urteile, Begierden und Abneigungen, und Dingen, die nicht der eigenen Kontrolle wie Körpergestalt, Gesundheit, Ansehen, Ehre, Besitz und Tod. Der Königsweg zu Freiheit, Seelenruhe und stoischer Weisheit besteht darin, nur die Ersteren als Werte anzuerkennen, die anderen dagegen als sittlich gleichgültige Dinge anzusehen und sich nicht weiter damit zu befassen."

Wenn wir schon am "bösen Spiel" nichts ändern können, hilft es vielleicht mit mehr stoischer Ruhe unsere Emotionen beobachten - denn unsere Emotionen gehören auch zu den Dingen, die wir nicht immer im Griff haben (sollen und müssen!). Und irgendwann hat diese stoische Haltung doch Einfluss darauf wie wir auf Ärger reagieren.

Und die stoische Haltung heißt aber auch entschlossen auf ein böses Spiel zu reagieren, wenn wir daran etwas ändern können. Oder wenn unser Ärger etwas mit unseren grundsätzlichen Einstellungen zu tun hat, liegt in uns die Chance etwas zum verändern.

Stoisch heißt dabei auch sich nicht "einen Kopf" zu machen" wie andere reagieren, wenn man sich gegen "böses Spiel" wehrt. Denn das Ansehen, welches uns andere entgegenbringen - oder auch nicht - liegt meist nicht in unserem Einflussbereich. Eine stoische Haltung ist standhaft!
"
Dazu ein kleiner erklärender Text ...

20.06.2013 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare

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