» Startseite » Januar 2010

Balance, Takt und Rhythmus

Stärker als Worte:

Datentsunami und persönliche Balance

Dazu habe ich kürzlich im Frischfisch-Blog einen Beitrag geschrieben.

Fazit: Es gibt Möglichkeiten, nicht im angespülten Datenmüll oder dem finalen Datentsunamis unterzugehen. Es ist nicht nötig, für seine Balance weit weg vom Datenmeer aufs immer kleinere Internetfreie Land zu ziehen...

Und wer noch richtige Argumente (das ist nicht ironisch gemeint!) sucht, um über die Gefahr des Internets mit zu diskutieren, sollte sich dieses Interview mit dem US-Soziologen Sennett auf Spiegel-Online nicht entgehen lassen.

Lebensbalance und Erfolg

Unternehmer und Führungskräfte sind leistungs- und erfolgsorientiert. Mehr zu arbeiten gehört dazu, mehr zu wagen auch. Erfolg motiviert und entschädigt für manches, was zwangsläufig auf der Strecke bleibt. Denn Erfolg puscht auf, hält einen auf der Spur. Dazu kommt die meist überdurchschnittliche Nehmerqualität (für diejenigen, denen dieser Begriff aus dem Boxen nicht geläufig ist: es ist die Fähigkeit sich "demolieren" zu lassen ohne umzufallen - und Boxer mit ausgeprägter Nehmerqualität haben oft die größten Spätschäden!).

Doch irgendwann wird die Luft auf der Erfolgsleiter dünn. Die Aussicht nach oben und unten bringt zum Nachdenken. Sprossen werden schmal, brechen oder sind nicht zu finden. Berufliche, private oder gesundheitliche Herausforderungen werden zu echten Problemen. Und manchmal kommt vieles zusammen...

Dann kommen alte Handlungsmuster an ihre Grenzen. Eine weitere Tempoverschärfung, das gewohnte Zähne-zusammenbeißen löst die Probleme nicht mehr. Wer jetzt die Belastungsspirale weiter überdreht, ist auf dem Weg in den Burn-Out - mit dem Ziel Zusammenbruch. Zugegeben, das ist drastisch formuliert, aber dieser Sachverhalt ist statistisch belegt. Was für den Einzelnen gilt, lässt sich genauso auf Teams, Abteilungen, Unternehmen, Organisationen, ja sogar auf das Wirtschaftssystem und die Gesellschaft übertragen.

Die Folgen einer maßlosen Erfolgs- und Leistungsorientierung werden von fast allen erkannt - und doch scheint es wenigen zu gelingen, Erfolg und Work-Life-Balance zu verbinden, besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Unserer Meinung nach liegt es daran, dass Erkennen, Wollen und Handeln zusammenspielen müssen. Menschen und Systeme brauchen bei jedem Entwicklungsschritt die entsprechenden Impulse. Praktische Hilfe, die sich an der Realität orientiert, die Menschen und Organisationen dort abholt, wo sie stehen.

Warum ist es oft so schwierig, die Lebensbalance zu finden?

  • Weil das Leben unberechenbar, manchmal ungerecht und beileibe "kein Ponyhof" ist. Es gibt weder Anspruch auf "Erfolg in Balance" noch einen sicheren Weg dahin - aber es ist möglich, unseren Lebenskompass darauf einzustellen und uns auf den Weg zu machen.
  • Weil wir Menschen sind. Denn seien wir ehrlich: Wer beispielsweise lange Zeit in der „Karriererennbahn" seine Kreise gedreht hat, kann nicht plötzlich nur Däumchen drehen. Selbst, wenn Kräfte schwinden „juckt" es noch immer in den Beinen etwas zu bewegen, etwas zu unternehmen. Ein Rennpferd bleibt ein Rennpferd auch wenn es lahmt. Erfolg in Balance kann nur gelingen, wenn es gelingt, Kräfte und Gegensätze auszugleichen.
  • Weil wir zu wenig in Zusammenhängen denken, fühlen und handeln. Erfolg in Balance kann zwar nur beim Einzelnen anfangen, aber Erfolg in Balance kann auch nur gelingen, wenn der systemische Zusammenhang stimmt. Es braucht den „Geist" der Gemeinschaft, die entsprechenden Werte der Organisation.
  • Weil wir uns grundsätzlich neu orientieren, das „menschliche bzw. natürliche Maß" in den Fokus rücken müssen. Es wird Zeit, dass nicht nur Ingenieure sich von den unglaublichen Fähigkeiten und Eigenschaften von Tieren und Pflanzen inspirieren lassen wie in der Bionik, sondern auch Organisations- und Personalentwickler. Denn viele unserer gemachten „Systeme" sind hinsichtlich Stabilität und Leistungsfähigkeit „natürlichen" (Öko)systemen unterlegen.

Hier setzt das 7-Felder-Prinzip für Erfolg in Balance an. Mit bewährten und neuen Maßnahmen, Coachingmethoden und Beratungsinstrumenten. Denn letzlich ist Balance das Überlebens- und Erfolgsprinzip. Wer auf Nachhaltigkeit setzt braucht Balance, wer seine Kräfte effizient einsetzen möchte auch.

Fazit: Nur wem es gelingt, immer wieder in seine individuelle Lebensbalance zu kommen, kann langfristig erfolgreich sein.

Erfolgreich im folgenden Sinne:

  • angestrebte Ziele zu erreichen,
  • Werte zu leben, die einem das Leben lebenswert machen -
  • und, wenn es anders kommt als gedacht, wieder aufzustehen.