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Wie der Mythos der hawaianischen Huna Philosophie zum Erfolgsfaktor werden kann.

Der amerikanische Sprachforscher Max Freedom Long (ab den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts) und später Serge Kahili King (ab den 70ern) beschäftigten sich intensiv mit der Naturreligion der hawaiischen Ureinwohner. Die daraus entstandene Lehre des „Huna" ist ein „Kunstprodukt", eine Interpretation und spiegelt nicht authentisch die Riten und Lebenseinstellung der Polynesier und Haiwaianer wieder. Auch wenn Huna in der New Age Szene manche seltsame Blüten treibt, sind die 7 „magischen" Prinzipien des Huna beachtenswert und haben durchaus Berührungspunkte zu einer praktischen und modernen Weltsicht - und damit Platz in Unternehmen.

1. Ike - Die Welt ist so, wie du sie siehst. Das entspricht dem Stand der Forschung: Wir machen uns unser eigenes Bild der Welt, Objektivität gibt es nicht.

2. Kala - Es gibt keine Grenzen. In vielen Dingen beschränken wir uns. Wir trauen uns nicht unsere Ressourcen zu nutzen. Meist singen wir in der eigenen Dusche besser als vor dem Publikum. Das bringt die Antrittsrede Nelson Mandelas in der er Marianne Williamson zitiert auf den Punkt: Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind. Unsere tiefste Angst ist, dass wir grenzenlos machtvoll sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt. Wir fragen uns, wer bin ich denn, um brilliant, wunderschön, talentiert und fantastisch zu sein? Eigentlich, wer bist du, um dies nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes! Dein dich selbst Kleinmachen dient der Welt nicht! Da ist nichts Erleuchtendes am Schrumpfen, so dass andere sich nicht unsicher fühlen in deiner Gegenwart. Wir sind geboren um die Herrlichkeit Gottes in uns zu manifestieren. Diese ist nicht nur in einigen von uns; sie ist in jedem. Dadurch, dass wir unser Licht scheinen lassen, geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis das Gleiche zu tun. Dadurch, dass wir uns befreien von unserer eigenen Angst, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.

3. Makia - Energie folgt der Aufmerksamkeit. Das hat jeder schon selbst erlebt. Nur das, was wir wirklich konzentriert tun, was uns wirklich wichtig ist, wo wir mit Kopf, Herz und Bauch dabei sind, gelingt uns besonders gut.

4. Manawa - Jetzt ist der Augenblick der Macht. Völlig einleuchtend. Aus der Vergangenheit können wir vielleicht lernen, aber sie nicht mehr verändern. Die Zukunft können wir uns vorstellen, das kann uns helfen Ziele zu verfolgen. Aber handeln, etwas verändern, können wir nur jetzt. Die Konzentration auf den Augenblick befreit uns dazu vor dem Grübeln und der Lähmung etwas anzupacken. "Lebe im Augenblick und nicht in Gedanken"

5. Aloha - Lieben heißt, glücklich sein. Dafür braucht es wohl keine Beispiele. Und wer noch nicht glücklich genug ist, sollte beachten: Es heißt nicht: „Geliebt werden, heißt glücklich sein." Lieben heißt aktiv werden, lieben ist ein Tunwort!

6. Mana - Alle Macht kommt von innen. Nur das, was in unserem Einflussbereich liegt können wir ändern! Nicht den Regen können wir verhindern, nur unsere Einstellung dazu. Wir entscheiden, ob wir Regen hassen, genießen oder einfach unsere Regenjacke anziehen. Wer sein Leben gestalten will, muss Verantwortung für sein Denken, Fühlen und Handeln übernehmen. Dazu Epiktet: Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren, beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber.

7. Pono - Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit. Nicht die Theorie zählt, sondern die Praxis. Jeder kennt das Wort: „Wer heilt, hat Recht" und wer mit unkonventionellen Methoden Erfolg hat, kann die Kritik der „Experten" entspannt anhören. Ich kann überzeugend auftreten, ohne auf die Grammatik achten zu müssen, ich kann telefonieren - ohne zu wissen, wie die Telekommunikation funktioniert. Das vereinfacht das Leben und entspannt.

Können Sie sich vorstellen, dass ein Leben nach diesen Prinzipien Dinge verbessert? Für Sie persönlich, aber auch das von Kollegen und so letztendlich dem Unternehmen? Können Sie sich vorstellen, dass so eine Einstellung beiträgt die Stärken zu nutzen und sich mit den eigenen Schwächen auszusöhnen - also beiträgt, die eigenen Ressourcen wertzuschätzen und zu entwickeln?

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19.07.2009 | Rubrik: Entwicklung, Führung, Handeln, Ressourcen, Struktur | 0 Kommentare

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